Zutaten: Infos, Tipps, Tricks und Bezugsquellen

Hallo Ihr Lieben,

da mich im Laufe der Jahre immer wieder die gleichen Fragen erreichen, sammle ich hier einfach Infos, Tipps, Tricks und Bezugsquellen zu den einzelnen Zutaten die ich gern und oft verwende.

Backpulver
Statt herkömmlichem Backpulver verwende ich grunsätzlich Weinstein-Backpulver. Weinstein hat einen komplett natürlichen Ursprung, also keine chemischen Zusätze. Und das Beste: Es schmeckt nicht so stumpf. Kennt Ihr das? Ich backt leckere Pancakes mit Backpulver, damit sie schön fluffig-locker werden und nach dem Genuss habt Ihr ein total pelziges Gefühl auf den Zähnen!? Genau das passiert mit Weinstein-Backpulver nicht!

Eier 
Bei Eiern bin ich sehr wählerisch. Bio-Eier sind mir nicht genug! Ich verwende grundsätzlich Eier aus der Bruderhahn-Initiative. Denn auch bei Bio-Eiern dürfen die männlichen Küken nicht weiter leben. Bruderhahn-Eier gibt es mittlerweile nicht nur auf ausgewählten Bauernhöfen, sondern auch in immer mehr Supermärkten. Bezugsquellen und mehr Infos findet Ihr hier: Bruderhahn

Hefe 
Ich verwende meistens frische Hefe. Persönlich mag ich diese Würfel lieber, ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie schneller und besser aufgeht. Aber für Notfälle hab ich auch immer Trockenhefe da. Beachtet dabei einfach nur, ein frischer Würfel entspricht 2 Beuteln Trockenhefe. Trockenhefe braucht ggf. etwas mehr Zeit und Ruhe zum aufgehen, klappt aber ansonsten auch gut.

Karamell 
Karamell könnt Ihr ganz einfach selber kochen. Ihr nehmt dafür eine Dose Milchmädchen (siehe weiter unten) und legt sie in einen großen Topf. Füllt den Topf mit Wasser, achtet darauf, dass die Dose komplett (!) mit Wasser bedeckt ist. Jetzt das Wasser langsam zum Kochen bringen und die Dose etwa 1,5-2 Stunden köcheln lassen. Die Dose aus dem Wasser nehmen und unbedingt komplett abkühlen lassen. Öffnen und fertig ist feinstes Karamell.

Mehl
Mehl gibt es mit verschiedenen Typenzahlen. Als Richtwert, je niedriger die Zahl, je mehr wurde das Mehl ausgemahlen, je weniger Mineralien sind enthalten. Zum Beispiel das helle Weizenmehl Typ 405 ist das am stärksten vermahlene Mehl und enthält nur 405 mg Mineralstoffe pro 100 g. Je höher die Typenzahl, umso mehr Mineralstoffe und damit auch Vitamine und Ballaststoffe.

Feines helles Gebäck schmeckt am besten mit niedrigen Typenzahlen, Hefeteig wird am besten mit mittlerer Typenzahl für Vollkonbrote etc nehme ich gern höhere Typenzahlen.

Ihr könnt Mehlsorten austauschen, aber bedenkt, je höher die Typenzahl je "saugfähiger" ist das Mehl. Das heisst, Ihr müsst ggf. die Flüssigkeitsmenge anpassen. 


Ich verwende die Mehlsorten so:

Weizenmehl Typ 405 - sehr selten und nur für ganz helles und feines Gebäck
Weizenmehl Typ 550 - mein Standartmehl für Hefeteig, süße und herzhaftes Gebäck
Weizenmehl Typ 1050 - für dunkle Brote/Brötchen oder gemischt mit Vollkornmehl für Vollkornbrot

Dinkelmehl Typ 630 - verwende ich anstatt oder teilweise im Austausch wie Weizen 550
Dinkelmehl Typ 1050 - verwende ich anstatt oder teilweise im Austausch wie Weizen 1050

Weizenmehl Typ 405 oder 550 könnt Ihr 1:1 mit Dinkelmehl Typ 630 tauschen. Bei höheren Typenzahlen oder gar Vollkkornmehl würde ich erstmal nur kleine Teilmengen tauschen und die Flüssigkeitsmenge leicht erhöhen.

Vollkonrmehl dagegen enthält keine Typenzahl, weil da das komplette Korn vermahlen wurde.

Milch 
Ich verwende zum Kochen und Backen fast immer ungesüßte Mandel- oder Hafermilch. Damit bekomme ich sehr gute Ergebnisse. Ihr könnt natürlich jede Milch oder Alternative nutzen die Ihr möchtet. 

Milchmädchen (oder gezuckerte Kondensmilch)
Milchmädchen ist eine stark gezuckerte Kondensmilch. Sie kann nicht durch Kondensmilch und Zucker ersetzt werden, da es eine dicke, sirupartige Konsistenz hat. Ihr bekommt Milchmädchen in vielen Supermärkten. Es ist in Dosen oder Tuben von Nestlé erhältlich und steht bei Milchpulver, Kondensmilch etc. Günstiger bekommt Ihr es auch in der "ausländischen" Abteilung vom Supermarkt bei den russischen Lebensmitteln oder Ihr fahrt direkt in einen russischen Supermarkt. Aus dem Milchmädchen läßt sich spielend leicht Karamell kochen. (siehe oben)

Vanillezucker
Vanillezucker verwende ich schon seit Jahren nur noch selbstgemacht. Keine Chemie in kleinen Tütchen. Vanillezucker macht Ihr ganz einfach selbst. Wenn Ihr mal das Mark einer Vanilleschote braucht, werft die ausgekratzte Schote nicht weg. Nehmt ein Schraubglas oder ähnliches und füllt es mit etwa 250 g Zucker, legt die ausgekratzte Schote hinein und verschließt es. Nach 1-2 Wochen habt Ihr feinsten natürlichen Vanillezucker.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen