Was wir von den Schweizern lernen sollten - Mein Besuch in der SWISS APÉRO Pop-up Bar Stuttgart und ein Rezept für Meringue

Grüezi Ihr Lieben,

letzte Woche war ich mit ein paar anderen Bloggern in die SWISS APÉRO Pop-up Bar in Stuttgart eingeladen. Apéro ist typisch für die Schweiz: Ein Gemütliches zusammensitzen, ohne Stress und ohne Hektik. Entspannt ein paar Leckereien und ein Glas Wein zu sich nehmen. Dabei darf Apéro nicht mit einer Hauptmahlzeit verwechselt werden, es ist eher ein kleiner Snack in geselliger Runde, interessante Gespräche, zurücklehnen und das Gute genießen! Die Bar ist leider schon wieder geschlossen, aber die Tradition bleibt natürlich und sollte von uns unbedingt übernommen werden.


Aber ganz von Anfang: Mit der lieben Zorra von Kochtopf hab ich mich in Stuttgart auf zur Pop-up Bar gemacht. Schon auf dem Gehweg war eine Projektion, sodass man den Weg gar nicht verfehlen konnte. Innen alles stilecht im Schweizer Look eingerichtet.


Schon am Eingang schaut es heimelig und einladend aus. 


Diese süßen Holzkühe, so habe ich mir sagen lassen, hat in der Schweiz jedes kleine Kind. Auf jeden Fall eine hübsche Deko. 


Nach kurzer Vorstellungsrunde ging dann der Workshop los. Zunächst erzählte uns Adrian der AlpenHirt einiges über Herstellung von Bündnerfleisch. Beim AlpenHirt wird Trockenfleisch nach einer über 100 Jahre alten Rezeptur seines Urgroßvaters hergestellt. Die Rinder, die er verarbeitet, haben schon einige Jahre gelebt, Kälber zur Welt gebracht, Gras gefressen und Milch gegeben. Glückliche Tiere. Wenn man beim AlpenHirt Fleisch kauft und das Haltbarkeitsdatum auf seiner Seite eingibt, erfährt man einiges über das Tier: Name, Alter, Region, Anzahl der Kälber. #KuhTransparenz - finde ich supersympathisch! Schade nur, dass diese Spezialitäten nicht in Deutschland erhältlich sind.
Gerne haben wir das hauchzart geschnittene Fleisch probiert. Natürlicher Fleischgeschmack, mild-würzig und extra lecker! 

Gian Carlo von Wine Tours Switzerland hat uns dazu Wissenswertes und Interessantes zu den Weinen aus den Regionen Bündner Herrschaft, Heidiland (!!!) und Rheintal erzählt! Hallo? Heidiland?! Es gibt tatsächlich eine Region, die so heißt! Wie idyllisch, oder? Ich hatte gleich die grüne Alm und den Großvater vorm inneren Auge. 
Ich bin ja absolut kein Weinkenner, hier im Norden wird eher Bier gebraut als Wein angebaut. Ich kann bei Wein nur sagen: Schmeckt! Oder: Schmeckt nicht!
Und wie gut die Weine geschmeckt haben. Zum Start gab es 3 Weißweine und die waren so leicht und süffig und haben perfekt zum Fleisch gepasst. Anschließend gab es noch 2 Rotweine, die auch lecker waren, allerdings hatten mich die Weißweine noch mehr überzeugt! 


Nach den vielen kurzweiligen Infos sind wir zur Bar gewechselt, wo wir köstliche Platten mit Schweizer Spezialitäten serviert bekamen: Bündnerfleisch, Appenzeller Mostbröckli, Walliser Trockenfleisch, Salsiz, Bündner Rohschinken, Sbrinz (Käse), Walnüsse und Trauben. Hmmm. Köstlich! Das schicke Handmodel ist übrigens Toni von because you are hungry


Nach so vielen herzhaften Leckereien hat uns Daniela von SWISS APÉRO noch mit süßen Spezialitäten verwöhnt! Meringue. Aber nicht nur einfach so, sonder mit einem speziellen Ritual. Zunächst legt man ein Meringue auf den Teller. Dann nimmt man etwas Spitzes, zum Beispiel den Stil einer Gabel und durchlöchert sie nicht zu knapp. Anschließend gießt mal Kirschwasser in die Löcher, auch hier nicht zu sparsam sein, die Meringue sollte sich gut vollsaugen. Als Krönung noch etwas Doppelrahm drüber. Nochmal hmmm. 


Als 2. Süßigkeit gab es Zuger Kirschtorte. Die Torte enthält keinerlei Kirschen, dafür umso mehr Kirschwasser! Hochprozentig, saftig, stark! Der Boden ist mit Buttercreme bestrichen, das muss auch so sein, denn sonst würde wohl das Kirschwasser auslaufen. 


Zum Abschluss noch ein Kirschwasser und dabei immer schön drauf achten: Proscht sagen * Augenkontakt * Namen des Augenkontakt nennen * anstoßen * trinken! 


Noch ein Bild von Zorra an der heiß begehrten Berkel! Wohl kaum ein Foodie, der so ein Schmuckstück nicht liebend gern daheim hätte! 


Ein Foto vorm Matterhorn mit von links: Gian Carlo - Wine Tours Switzerland, Adrian - AlpenHirt, Daniela - SWISS APÉRO, Zorra - Kochtopf, Toni und Bene - because you are hungry und ich. Es war ein schöner Abend in entspannter Gesellschaft mit einer herzlichen Gastgeberin. Lieben Dank und gerne wieder. 


Kaum daheim, hab ich mich auch an den Meringue probiert. Das Rezept ist ganz einfach. Ihr braucht nur etwas Geduld.

Zutaten für 1 Blech:

2 Eiweiß
1 Prise Salz
100 g Zucker
ein paar Spritzer Zitronensaft 

nach Belieben Kirschwasser
Crème double (oder Mascarpone) 

Zubereitung:

Heizt den Backofen inkl. Backblech und Backpapier auf 90 Grad Umluft vor. Das Eiweiß in einer absolut fettfreien Schüssel mit einer Prise Salz aufschlagen. Den Zucker nach und nach unter ständigem mixen zugeben. Ebenso den Zitronensaft. Immer schön weiter mixen, bis der Eischnee sehr fest und glänzend ist. Jetzt nehmt Ihr einen Spritzbeutel und gebt den Eischnee hinein. Auf das heiße Backblech Tupfen, Swirls oder Spiralen spritzen. Im Backofen bei 90 Grad etwa 2,5 - 3 Std trocknen. Dabei die Backofentür einen Spalt offen lassen - klemmt dafür einfach einen Kochlöffel in die Tür. Die Meringue ist fertig, wenn sie sich leicht vom Backpapier lösen lässt.  


Zum Servieren die Meringue auf einen Teller legen, ordentlich durchlöchern und mit Kirschwasser tränken. Crème double drüber geben. 


Genießen! 

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