Brot aus dem Römertopf (No knead Bread)

Hallo Ihr Lieben,

seid Ihr gut ins neue Jahr gekommen? Ich wünsche Euch auf jeden Fall für 2015 nur das Beste. Habt ein tolles Jahr mit vielen schönen und glücklichen Momenten.

Wie sieht es bei Euch eigentlich mit Vorsätzen aus? Habt Ihr welche, macht Ihr welche, sind sie evtl. sogar schon wieder verworfen? Ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen, nochmehr selbst zu machen. Vor allem Brot. Es ist ja so schön einfach und man weiß einfach was drin ist. Neulich habe ich gelesen, dass beim Brot mittlerweile über 1000 Zusatzstoffe, wie Aromen usw. zugelassen sind. Das finde ich erschreckend. Wozu braucht denn Brot bitte Aromastoff? Einfache Zutaten, etwas Zeit und man hat ein leckeres, knuspriges, saftiges Brot ganz einfach im heimischen Ofen gebacken. Mein Liebling ist seit Jahren das No-knead-Bread. Es gelingt immer, mit fast schon lächerlich wenig Aufwand und schmeckt einfach so gut.


Habt Ihr zufällig einen Römertopf zu Hause? Bei vielen schlummert so ein Topf ja im Keller oder im Küchenschrank. Ich gestehe, dass ich noch nie mit einem Römertopf gekocht oder gebacken habe. Mir fehlt der Bezug dazu, meine Mutter hatte nie einen und daher habe ich immer nur normale Auflaufformen oder Bräter benutzt. Dabei ist der Römertopf gerade zum Brot backen so toll.


Ich habe mich sehr gefreut, als ich eine Anfrage von der Agentur becker döring communication bekommen habe, ob ich einen Römertopf* testen möchte und nach kurzem Kontakt gern zugesagt.  Als der Tontopf dann wenige Tage später geliefert wurde, habe ich mich etwas in die *Bedienung* eingelesen und sofort neugierig ein Brot damit gebacken. Bevor ich nun zu den Einzelheiten plus Rezept komme, sei so viel verraten: Das Brot aus dem Römertopf ist das beste Brot, mit der knusprigsten Kruste und dem saftigsten Teig, das ich bisher gebacken habe. Ein Traum! Das Klima im Tontopf ist einfach ideal für dieses Brot. Und das Beste, es ist ganz einfach und unkompliziert.

So nun aber genug geschwärmt, ich verrate Euch nun, wie ich das Brot gemacht habe. :)
Für alle die keinen Römertopf haben, Ihr könnt es auch in einem einfachen Bräter machen, schaut mal hier: Klick!

Zutaten für ein Brot:

600 g Weizenmehl Typ 550
(oder 270 g Dinkelmehl und 300 g Weizenmehl) 
1/2 TL Trockenhefe
2,5 TL Salz (oder 3-4 TL Kräutersalz)
490 ml handwarmes Wasser

Zubereitung:

Alle Zutaten, bis auf das Wasser in eine Schüssel geben und verrühren.



Wasser hinzugeben. 



Mit einem Löffel oder Teigschaber kurz verrühren, es dürfen ruhig Klumpen da sein. Keine Sorgen,  die lösen sich auf. Es sollten nur keine trockenen Mehlstellen mehr vorhanden sein. 



Den Teig dann abgedeckt bei Zimmertemperatur mindestens 12 Stunden gehen lassen. Auch 18 Stunden sind kein Problem. Solltet Ihr es noch länger gehen lassen wollen, weil es zeitlich besser passt, würde ich die Schüssel in den Kühlschrank stellen, und so 6-8 Stunden vor Backbeginn aus dem Kühlrschank holen.



Nun zum Römertopf, mein Topf ist innen glasiert. Ich habe keine Backerfahrungen mit unglasierten Töpfen.



Der Topf inkl Deckel muss gewässert werden. Dafür nicht nur Wasser in den Topf einfüllen, sondern den Topf komplett unter Wasser setzen. Beim ersten Mal 30 Minuten *ziehen* lassen. Später reichen auch 10 Minuten aus. 



Den Topf dann aus dem Wasser nehmen und innen leicht einfetten und gut ausmehlen. 



Den Teig einfach in die Form fallen lassen. 



Den Römertopf mit Deckel in den (ACHTUNG) kalten Ofen schieben. Das ist wichtig, damit er nicht platzt. Also in den kalten Ofen schieben und etwa 1,5 Std. bei 200 Grad Ober/Unterhitze mit Deckel backen. 



Den Deckel abnehmen, und noch etwa 15-20 Minuten weiterbacken, bis das Brot eine schöne goldbraune Kruste bekommen hat.



Den Römertopf einfach umdrehen, das Brot ging ohne Probleme und nur mit leichten Mehlrückständen aus dem Topf.



Auch das saubermachen des Römertopfs ist erstaunlich einfach. Durch die Glasur braucht Ihr ihn nur eben feucht auswischen. 



Er überlebt aber auch den Geschirrspüler, auch das habe ich für Euch getestet. 



Nun aber, das leicht abgekühlte Brot in Scheiben schneiden. Die Kruste ist super knusprig. Der Teig innen schön aufgegangen und ganz saftig. Die erste Scheibe am Besten noch warm mit etwas Butter und Kräutersalz probieren. Hmmm, so gut.



Genießen! 


*Vielen Dank an Römertopf und die Agentur becker döring communication für die Zusendung des Römertopfs. Auch wenn er mir unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurde, entspricht dieser Artikel meiner ehrlichen Meinung und wurde keinerlei beinflusst.

Kommentare:

  1. Das ist eine schöne Idee, werde ich ausprobieren. Nur für mich ist das zuviel Salz. Ich nehme für 1 Kilo Mehl 2 Teelöffel Salz und würde hier für die Menge nur 1 bis 1,5 Teelöffel nehmen.

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    1. Hey Doro,

      das ist ja immer Geschmackssache. Da tastet man sich am besten einfach ran. Da Du ja schon eigene Erfahungswerte hast, umso besser! :)

      Ich mag es eher würziger und bin eh ein Salzfan.

      Viele Grüße
      Anita

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  2. Das sieht aber köstlich aus :-) Und ist bestimmt dank des Römertopfes super saftig oder ?

    Liebe Grüße !

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    1. Oh ja, es ist supersaftig und die Kruste schön knusprig. Einfach perfekt. :)

      Lieben Gruß
      Anita

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  3. Klasse, da hatte ich ja schon drauf gewartet auf deine Erfahrungen ;)
    Mein Römertopf ist leider nicht glasiert, deswegen weiiiß ich noch nicht ob ich mich trau. Aber meine cocotte tuts auch ;)

    Viele Grüße
    Laura

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    1. Hey Laura,

      also auf Instagram hat jemand berichtet, der auch einen unglasierten Römertopf hat. Er wurde ordentlich gefettet und gemehlt und ging ohne Probleme raus. Wäre einen Versuch wert. Ansonsten klappt es sicher auch wunderbar in der Cocotte. :)

      Lieben Gruß
      Anita

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    2. Ich habe auch einen unglasiert en und funktioniert..wird vorher auch Gewässert..wobei ich eben ein brotrezept habe das ausdrücklich ungewässert schreibt...ka warum...LG Marina

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  4. Eine fabelhafte Idee. Wir haben seit Jahren einen Römertopf, kochen damit aber nur. Auf die Idee darin ein Brot zu backen - hach, so einfach und logisch dass ich natürlich nicht darauf gekommen bin. Aber das wird schon sehr bald in Angriff genommen werden, denn Gutes kann wirklich sooo einfach zuhause hergestellt werden. Viele Grüße, Jassy

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    1. Hey Jassy,

      oh ja, das stimmt. Und selbst gebackenes Brot ist so lecker. Ich bin gespannt, was Du berichtest.

      Viele Grüße
      Anita

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  5. Hallo,
    kannst du mir sagen, wie groß dein Römertopf ist? Ich versuche mich an dem Brot, das erste war leider noch teigig, gerade ruht der 2. Teig, hoffe das klappt, hab Dinkel-, Dinkelvollkorn- und Roggenmehl drin und es liegt nicht an der Mischung, weil geschmacklich ist es ein Knaller :).
    Ich mag deinen Blog sehr, die Rezepte sind echt klasse :), danke!

    LG

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    1. Hallo Remisa,

      meiner ist das Standardmodel mit 2,5 kg Inhalt. War die Backzeit evtl zu kurz? Mit Deckel kann man die Backzeit ruhig verlängern, da es durch den Deckel ja nicht verbrennt.
      Ich hoffe es klappt. Mit Roggenmehl hab ich wenig Erfahrung...

      Dankeschön, freue mich, dass Dir mein Blog gefällt.

      Lieben Gruß
      Anita

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    2. Danke für die Antwort :)
      Hab mir nen 3kg Römertopf bestellt... freu mich schon drauf :).

      Und mein Brot wurde heute super, die Kruste dürfte etwas kräftiger, dicker sein... aber es ist toll aufgegangen. Hatte beim letzten Mal die mittlere Schiene im Backofen, auf der unteren klappt es... hab etwas Zeit zugegeben.

      Das Mehl-Mischverhältnis, falls es jemanden interessiert... ich hatte 200g Roggenmehl, je 300g feines Dinkel- und Vollkorndinkelmehl.

      LG

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  6. Wer hätte gedacht dass es so einfach ist gutes Brot zu backen?! Ich hab es heute ausprobiert und es ist einfach traumhaft! Danke fürs teilen!

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    1. Ach wie toll, das freut mich wirklich sehr. :)

      Viele Grüße
      Anita

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  7. hey du.
    ich hab nur einen Römer ohne Deckel. neu geholt. habe sonst immer mein Brot in ner normalen KastenForm gebacken und es funktionierte super. aber das gleiche Rezept in dem Römer funktioniert irgendwie nicht �� ich lasse es eine Stunde im WasserBad gehen und packe es ne Stunde im unvorgeheiztem Ofen. das hat bei der anderen Form perfekt gepasst aber hier?! hast du vllt einen Tipp?
    danke schon mal

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    1. Hallo Mary, was genau klappt denn nicht? Ist es nicht durch oder klebt fest? Was geht schief?

      Wenn ich helfen kann, gern.

      Liebe Grüße
      Anita

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    2. Danke für die Antwort! :D
      mein Brot hielt nicht zusammen, es Krümelte total. das letzte Brot ging diesmal. habe es in einer separaten Schüssel aufgehen lassen und dann in den römertopf getan. ich schreibe mal das Rezept, vllt liegt es einfach an den Zutaten ^^

      500g DinkelMehl
      1 pk trockenHefe
      Salz
      150g kerne
      Schuß AgavendickSaft
      Schuss ApfelEssig
      500ml warmes Wasser

      vielen dank und schon ein schönes Wochenende wünsche ich :)

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    3. Hey Mary,

      also allein die Zutaten lesen sich gut, ich kann mir nicht vorstellen, warum es krümelt. Auch die Flüssigkeitsmenge hört sich für mich ausreichend an. Schön, dass es zumindest beim letzten Mal besser geklappt hat. :)

      Liebe Grüße
      Anita

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  8. Hallo,
    ein tolles Rezept. Gestern das Brot gebacken und probiert - sehr lecker!
    Und endlich findet der angestaubte Römertopf meiner Oma wieder Verwendung ;-)

    Liebe Grüße,
    Jen

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    1. Hallo Jen,

      ach wie toll. Ich freu mich sehr, dass Dir das Brot geschmeckt hat und dass der Topf wieder eine Verwendug hat. Sehr gut. :)

      Lieben Gruß
      Anita

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  9. Coole Idee! Du hast mich da mit dem Brot im Römertopf gerade auf eine Idee gebracht :)

    Wir haben zwar keinen Römertopf, aber eine Tajine. Die ist auch aus Ton und dem Römertopf recht ähnlich.
    Ich hab noch nie versucht darin ein Brot zu backen, aber wenn es im Römertopf funktioniert, bin ich guter Dinge, dass unser marokkanisches Kochgefäß das auch hinkriegt :)
    Ich liebe Rezepte, die einfach gehalten sind. Danke für die Inspiration!

    Liebe Grüße
    Nadine

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    1. Sehr gerne Nadine. Ich bin gespannt, ob es in der Tajine klappt und drücke die Daumen. :)

      Liebe Grüße
      Anita

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  10. Jetzt war ich beim Lesen so begeistert. Leider ist der Teig nach 14 Stunden noch nicht aufgegangen und musste entsorgt werden. Habe mich genau an die Beschreibung gehalten. Schade.

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    1. Hallo Barbara,

      das tut mir leid. Wenn der Teig nicht aufgeht, gibt es eigentlich nur 2 Möglichkeiten. Entweder war die Hefe nicht mehr gut, zu alt und nicht mehr triebfähig oder die Flüssigkeit war zu warm, so dass die Hefe gestorben ist. :(

      Viele Grüße
      Anita

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  11. Danke für den Stups. Ich probiere das gerade - allerdings mit Backpulver und Möhrchen. Hätte nie gedacht, dass der olle Römertopf das hergibt. Aber ich stelle gerade fest - mehlen vergessen...na so bleibt es wenigstens spannend.
    Viele Grüße
    Ilka
    www.wasmachstdueigentlichso.wordpress.com

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    1. Hey Ilka, uiii mehlen vergessen? Ich hoffe, das Brot ging gut raus! Deine Version hört sich toll an, hat es geschmeckt?

      Viele Grüße
      Anita

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  12. Ich Trottel hab das Wässern vergessen... Was bewirkt das? Rausgegangen ist es schon mal super, aus dem NICHT glasierten Römertopf. Ich behandle ihn immer mit Öl und reichlich Mehl.

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    1. Das Wässern bewirkt, dass der Topf gleichmäßig Dampf im Backofen abgeben kann. Dadurch wird das Brot besonders saftig. Schön, dass es trotzdem geklappt hat. Ich hoffe, es schmeckt.

      Viele Grüße
      Anita

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  13. Hallo,

    wir besitzen nun schon seit 3 Wochen einen Römertopf und haben schon mehrere leckere Gerichte damit gezaubert, aber das wir auch Brot damit machen können, hatten wir zuvor nicht gewusst.

    Sieht richtig lecker aus. Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung und die tollen Bilder.

    Gruß
    Christian

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